Was steckt wirklich dahinter?

Thursday, 15. December. 2011 | kommentare & kolumnen

Elisabeth Weghuber über die neuen Schlagwörter Diversity Management und Diversity Recruiting und was dahintersteckt: „Diversity muss im Unternehmen entwickelt und kultiviert werden.“

c: Secretary SEARCH Personalberatung

Elisabeth Weghuber, Geschäftsführende Gesellschafterin Secretary Search.


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Wien. Diversity Management ist eine Managementkonzeption, die ihre Ursprünge in den USA hat. Grundsätzlich birgt es als betriebswirtschaftlich ausgerichtetes Konzept eine Fülle von Instrumenten zur Verbesserung des wirtschaftlichen Erfolgs von Unternehmen. Häufig werden auch die Begriffe ‚Diversity & Inclusion‘ miteinander verwendet. In diesem Fall bezieht sich Diversity auf die betriebswirtschaftlichen Aspekte, während Inclusion die normative Perspektive von Vielfalt benennt. Unternehmen, die sich zu Diversity & Inclusion bekennen, fokussieren nicht nur auf die wirtschaftliche Nutzung von Vielfalt, sondern auch auf normative Komponenten, wie soziale Gerechtigkeit und Gleichberechtigung von unterschiedlichen Menschen.

Diversity Management ist als Konzept mit ganzheitlichem Zugang zu verstehen. Die größten Erfolge werden erzielt, wenn es in die strategische Planung integriert und unternehmensweit implementiert wird. Häufig finden sich jedoch auch Anwendungen in Teilbereichen, wie im Personalwesen oder im Marketing. Diese können zu Beginn der Implementierung von Diversity Management, quasi als Testphase, sinnvoll sein. Diversity Recruiting ist als Teildisziplin von Diversity Management zu verstehen, die sich auf den Bereich Human Resources konzentriert. Diversity Recruiting wird dabei durch diversitätsorientierte Personalentwicklung und entsprechendes Personalmarketing ergänzt. Beispielsweise kann zielgerichtetes Community-Marketing zur Kontaktaufnahme und -pflege mit potenziellen Bewerbern eingesetzt werden. Diese integrierte Herangehensweise ist zentral für den langfristigen Erfolg von Diversity Management-Maßnahmen im Bereich Personal. Anschaulicher lässt sich dieser Zusammenhang so formulieren: Wenn ein Unternehmen ausschließlich im Recruiting auf diversitätspositive Konzepte setzt, um die Mitarbeiterstruktur in Richtung Vielfalt auszubauen, wird der Output der Maßnahme wenig befriedigend ausfallen. Das liegt daran, dass Recruiting und Personalmarketing Hand in Hand konzipiert werden müssen, um sich gegenseitig optimal zu ergänzen. Andererseits kann Vielfalt nicht schlicht vom Arbeitskräftemarkt in Gestalt neuer Mitarbeiter „zugekauft“ werden. Vielmehr muss Diversity auch im Unternehmen entwickelt und kultiviert werden. Auf diese Weise kann die Schlüsselressource ‚Personal‘ unternehmensindividuell generiert werden. Das Ergebnis ist eine auf die Tätigkeitsbereiche des Unternehmens optimal zugeschnittene Mitarbeiterstruktur.

Elisabeth Weghuber, Geschäftsführende Gesellschafterin von Secretary Search Personalberatung mit der Business Unit Diversity Search.


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