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KroneHit wuchs 2009 um gut 3810 Hörer täglich - auf nun 600.000

Wien. 15% Umsatzsteigerung auf gut 13,6 Mio. € in 2009 mit einem Gewinn von 2,5 Mio. € (+40%) bei 20% Rendite und einem Plus von 140.000 Hörern (+30% Reichweite) auf mittlerweile 600.000 täglich machen KroneHit neben dem wirtschaftlichen Erfolg im vergangenen Krisenjahr auch zum Sieger im kürzlich veröffentlichten Radiotest für das zweite Halbjahr 2009. „Wir sind mittlerweile ein Programm, das man über mehrere Stunden problemlos durchhören kann. Und im Vergleich zu Ö3 wollen wir ja niemand auf die Nerven gehen“, so KroneHit-Geschäftsführer Hannes Swoboda. Auch habe man in den letzten Jahren kontinuierlich, aber ohne große Brüche am Programm gefeilt. Zusätzlich sei man als einziger österreichweit empfangbarer Privatsender „regionaler als Ö3 und gleichzeitig nationaler als die regionale private Konkurrenz“.
„Unsere Zielgruppe will gleichzeitig die Vorteile und die Qualität eines nationalen Programms und die lokale bzw. regionale Information auf der anderen Seite“, so Swoboda. Man könne aber nicht nur den Hörern, sondern auch den Kunden mehr bieten als die staatliche nationale Konkurrenz. „Bei 600.000 Hörern machen Kampagnen auf KroneHit echten Sinn. Wir können diese regional fahren, oder auch durchschalten und dabei gleichzeitig regional mutieren. Ö3 darf das aufgrund gesetzlicher Vorgaben nicht. Und all das zu einem weit günstigeren Preis als die Konkurrenz. Und bei der RMS (Radio Marketing Service, Vermarktungsgesellschaft heimischer Privatradios) hat man ein Zielgruppen-Puzzle mit Streuverlusten und wenn man regionalisieren will, was die RMS nicht kann, dann muss man wieder mit vielen Ansprechpartner reden“, so Swoboda. Apropos RMS: Hier erwartet sich Swoboda durch die eigenen Steigerungsraten auch bei der Verteilung der gemeinsam erwirtschafteten Werbegelder Mehreinnahmen von gut 7 bis 8%.
Höhere Preise werde es aufgrund der höheren Reichweiten 2010 nicht unbedingt geben: „Im Bereich der eigenen Vermarktung passiert das alles etwas verzögert.“ Heuer werde man tariflich wohl auf dem Niveau von 2009 fahren. „Erhöhungen heuer durchzusetzen, wird trotz guter sachlicher Argumente eher schwer“, so der KroneHit-GF. Insgesamt zeigt sich Swoboda, was weiterhin steigende Umsätze betrifft, eher zurückhaltend: „Wir können nicht wie eine Zeitung bei guter Buchungslage einfach mehr Seiten drucken. Und vergangenes Jahr waren wir ohnedies bis auf bestimmte Zeiten ausverkauft.“
Neue Erlösquellen sieht Swoboda vor allem im Internet. Die technische Entwicklung und die Tarifstruktur internetfähiger (Empfangs-)Geräte (iPhone, Smartphone, ...) sei derart vorangeschritten, dass der Hörer gar nicht mehr unterscheiden werde können, ob er einen Sender via UKW-Frequenz oder Internet höre. Bereits jetzt sendet KroneHit übrigens insgesamt acht Genre-Programme via Stream (Austropop, Fresh, House, 90er, Rock, Jukebox, Relax, Dance). Das Thema DAB (Digital Audio Broadcasting), also die digitale Übertragung terrestrisch empfangbarer Programme, ist für Swoboda überholt. „Das wäre so, wenn man nach der Entwicklung des Autos wieder auf die Kutsche setzen würde.“
Zweiter Bundesweiter kommt
„Über alle Sender drüber gerechnet“ hält Swoboda das Thema Privatradio noch für kein Geschäft. Es gäbe noch ein paar, die Gewinne schreiben würden, aber der große Rest sei noch immer ein „Zuschussgeschäft“. „Ich erwarte, dass es in den nächsten fünf Jahren einige Sender aufstellen wird“, so Swoboda. Und irgendwann werde es auch einen zweiten nationalen privaten geben („Den hätte ich schon für 2009 erwartet“). Woraus dieser dann hervorgehen werde, könne er aber nicht sagen.
„Es gibt aber nur zwei Möglichkeiten: Entweder die guten schließen sich zusammen, dann haben sie aber bei zumindest 90 Prozent dieser Sender ein neues Format, einen neuen Namen usw., oder es schließen sich jene Sender zusammen, die jetzt schon niemand hören will – mit dem Ergebnis, dass sie dann einen zweiten bundesweiten Privaten haben, den noch immer niemand hören will.“
www.kronehit.at









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