Köln/Berlin/Wien. Die engagierten Umweltinitiativen von Singita Game Reserves haben der Singita Pamushana Lodge im Malilangwe Wildlife Reserve in Simbabwe einen Preis in der Kategorie „Nachhaltigkeit“ eingebracht. Der World Travel and Tourism Council (WTTC) hat die Lodge mit dem „Tourism for Tomorrow Award“ ausgezeichnet.
Öko-Tourismus im Fokus
Mithilfe ihrer Einnahmen leistet Singita einen finanziellen Beitrag zur Erhaltung des 40.000 ha Malilangwe Wildlife Reserves in Süd-ost-Simbabwe. Eigentümer des Reservats ist die Malilangwe Stiftung, die mithilfe von Spendengeldern und Einkünften aus dem Tourismus Naturschutzprojekte und soziale Initiativen finanziert. Auch die kleine Antilleninsel Dominica, die 2011 von der kalifornischen Non-Profit-Organisation „Ethical Traveler“ unter die Top-Ten Reisedestinationen gewählt wurde, bleibt weiterhin ihrem Ruf als „Naturparadies“ verpflichtet. „Unter den Tauchern ist unsere Insel weit über die Grenzen bekannt – und das soll sie auch unter den Naturliebhabern werden“, so Simon Walsh, Präsident der Dominica Hotel & Tourism Association.
„Wir sind bei der Planung, der Konzeption und dem Betrieb des Resorts den Grundsätzen der International Ecotourism Society treu geblieben. So wurde etwa im Dach des Restaurants ein Loch für einen hundertjährigen Baum geschnitten“, erzählt Sam Raphael, Eigentümer und Betreiber des Jungle Bay Resorts. Der Großteil der im Restaurant angebotenen Speisen stammt aus einem Umkreis von 10 km. 63 Dorfbewohner der infrastrukturschwachen Ostküste
Dominicas sind im Jungle Bay Resort vollzeitbeschäftigt.
Nur 5% sind nachhaltig
Für die Reisebranche rückt auf der Prioritätenskala das Thema „Nachhaltigkeit“ immer weiter nach oben. Die Nachfrage seitens der Urlauber für entsprechende Angebote steigt. Eine am Welttourismustag (28. September) veröffentlichte Untersuchung von Trendscope zeigt jedoch, dass bisher nur wenige Urlauber schon einmal bewusst Reisen gebucht haben, die Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Eindeutig mit „Ja“ beantworten diese Frage nur fünf Prozent, weitere zwölf Prozent sind nicht ganz sicher und antworten mit „Eher ja“. Die Frage, ob für nachhaltige Reisen auch Preisaufschläge in Kauf genommen würden, beantworten 36% zustimmend, davon jedoch nur fünf Prozent mit einem „Ja“, die übrigen 31% einschränkend mit „Eher ja“.
Die Studie zeigt jedoch ebenso, dass viele Urlauber noch keine klare Vorstellung davon haben, was genau unter nachhaltigem Reisen zu verstehen ist. Ein erheblicher Anteil der Befragten hat neben ökologisch orientierten Aspekten eigene Bilder von nachhaltigem Reisen im Kopf. Häufig werden damit Begriffe wie „langer Erholungswert“, „neue Bekanntschaften“, „persönliche Weiterentwicklung“, „guter Service“ oder „bleibende Erinnerung“ assoziiert.
Globale Kriterien wichtig
„Nachhaltiges Reisen umfasst natürlich ökologische Aspekte. Aber auch die soziale Nachhaltigkeit ist sehr bedeutsam“, erklärt Holger Haberstock, GF des Reiseveranstalters Traverdo. „Es wird gerade versucht, globale Kriterien für nachhaltige Reisen zu entwickeln, aber natürlich sind die Ansprüche in Burkina Faso andere als in der Uckermark“, so
Haberstock.
www.trendscope.de
www.traverdo.de
www.dominica.dm
Nachhaltiges Reisen lockt mehr Urlauber an
Thursday, 29. September. 2011 | outgoing
Tourismus-Studie: Für die Reisebranche rückt das Thema Nachhaltigkeit auf der Prioritätenskala immer weiter nach oben. Die Nachfrage seitens der Urlauber für entsprechende Angebote steigt. Grüne Urlaubsziele stehen im Fokus.
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