Gesamtkonzept

Thursday, 16. February. 2012 | health care

Beispiel Leistenbruch zeigt, dass Operation allein noch nicht ausreicht. Chirurg empfiehlt Vorgespräch und Physiotherapie

© privat

Chirurg Sebastian Sporn: „Nachbehandlung nach Operation ist wichtig.


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Wien. Leistenbruchoperationen bedeuteten in der Vergangenheit bis zu sechswöchige körperliche Schonung mit den damit verbundenen nachteiligen Folgen wie Muskelabbau, Konditionsverlust und Einschränkung der Lebensqualität. Unter Anwendung eines neuen Behandlungskonzepts lässt sich die Phase der Rekonvaleszenz deutlich verkürzen und den Patienten schneller wieder zu seinem gewohnten Lebensstil, wie Sport, körperliche Aktivität, Beruf, etc., zurückkehren, sagt der Wiener Chirurg Sebastian Sporn.

Zu dem neuen Konzept gehöre neben der üblichen Diagnosestellung die genaue Erhebung der Patientenerwartung an die Behandlung. Daran angepasst werde über die Art des operativen Eingriffs und die Nachbehandlung entschieden. Die Operation selbst kann offen (Hautschnitt in der Leiste) mit oder ohne Implantation eines Kunststoffnetzes durchgeführt werden. „Eine etablierte Alternative dazu ist die laparoskopische Leistenbruchoperation, also eine minimalinvasive Methode  mit Einbringen eines Kunststoffnetzes (TAPP) von innen“, sagt der Arzt.

Nach der Operation stellt die frühe postoperative Physiotherapie eine wichtige Säule des Programms dar. Dabei wird der Patient mit-hilfe einer erfahrenen Physiotherapeutin gezielt an die Verfassung vor der Operation herangeführt. Dies ermöglicht eine Reduktion der Schmerzen, verhindert Muskelabbau und verkürzt die Krankenstandsdauer.(red)


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