IT verkürzt die OP-Wartezeiten

Friday, 20. August. 2010 | medtech

Operationsmanagement Weitere Etappe im Großkonzept des Wiener Krankenanstaltenverbunds ist geschafft.KAV-Direktor Marhold sieht einen Erfolg durch neues EDV-System

© Welldone/APA-OTS/Ehm

KAV-Chef Wilhelm Marhold ist zufrieden mit dem neuen OP-Planungssystem


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Wien. Die Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) zieht zwei Jahre nach Einführung eines neues EDV-Systems für planbare Operationen eine positive Bilanz. Demnach hätten sich die Anmeldezeiten für einen Eingriff deutlich verkürzt. Der KAV liefert dafür gleich Beispiele mit. So sei etwa die Wartezeit bei orthopädischen Hüftoperationen im Otto-Wagner-Spital von sechs auf zwei Monate verkürzt worden, bei neurochirurgischen Bandscheiben-OPs in der Rudolfstiftung von vier auf zwei Monate.

Software bis 2013 erneuern

„Die Anmeldezeiten sind in vielen Fächern deutlich gesunken“, versichert das Unternehmen. Bereits alle Gemeindespitäler würden mit dem neuen System arbeiten. Dieses verhindere Mehrfachanmeldungen, die Dringlichkeit der OP-Terminvergabe bestimmten ausschließlich medizinische Kriterien. „Dieses Ergebnis bescheinigt, dass in Wiens Gemeindespitälern für alle Patienten unabhängig von sozialer Herkunft, Alter und Einkommen die gleichen spitzenmedizinischen Höchstleis-tungen zur Verfügung stehen“, betonte KAV-Direktor Wilhelm Marhold. Das Kontrollamt hatte noch in einem im Februar 2009 veröffentlichten Bericht im Bereich der Orthopädie und Augenheilkunde festgestellt, dass Sonderklassepatienten kürzere Wartezeiten in Kauf nehmen müssten als normale.

Die Stichproben stammten allerdings aus den Jahren 2003 bis 2007 – und somit von vor der Einführung des neuen Anmeldesystems, argumentiert die KAV-Führung. Im Juni präsentierte Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely  darüber hinaus ein neues Krankenhausinformationssystem für den KAV. Das Augenmerk von „impuls.kis“ liegt auf dem Datenaustausch zwischen den verschiedenen IT-Systemen des KAV. Damit können wie berichtet künftig rund 16.000 Nutzer rasch medizinisch notwendige Informationen abrufen. Der KAV hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende 2013 seine bestehende Softwarelandschaft zu erneuern.


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