Eine neue Balance finden

Monday, 14. November. 2011 | news

Das 3. Global Peter Drucker Forum in Wien setzte sich mit der Legitimationskrise der Manager auseinander. Referent Rick Wartzman, Drucker Institut: „Der Kapitalismus steht wohl an einem Scheideweg.“

c: Peter_Drucker_Society_of_Austria_Franz_Baldau

Deepa Prahalad setzt das Werk ihres 2010 verstorbenen Vaters, C. K. Prahalad, fort.


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Wien. Um seine Legitimität wiederzuerlangen, muss das Management seine Verantwortung innerhalb der Gesellschaft wahrnehmen, so das Fazit des 3. Global Peter Drucker-Forums, das am 3. und 4. November mit rund 300 namhaften Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft, Theorie und Praxis aus 40 Ländern in der Aula der Wiener Aula der Wissenschaften über die Bühne ging.

„Was werden Sie ändern?“

Keynotes  lieferten der britische Sozialphilosoph Charles Handy, Rakesh Khurana (Harvard Business School), Iqbal Quadir (Leiter und Gründer des Legatum Center am MIT, vorm. CEO von Grameen Phones, Bangladesh), Deepa Prahalad, die das Werk ihres Vaters „The Bottom of the Pyramid“ fortsetzt, und Mark Kramer, Co-Autor des „Shared Value-Ansatzes“. Die Vorträge wurden in Workshops intensiv diskutiert. Die wesentliche Frage: Wie können die Erkenntnisse aus dem Forum in die Praxis übertragen werden? In Druckers Worten: „Erzählen Sie mir nicht, an welchem Seminar Sie teilgenommen haben. Sagen Sie mir lieber, was Sie ändern werden, wenn Sie Montagmorgen ins Büro kommen.“

„Der Kapitalismus steht wohl an einem Scheideweg“, befand Rick Wartzman, Geschäftsführer des Drucker Instituts an der Claremont Graduate University, Kalifornien. „Unternehmen sahen es als ihre vordringlichste Aufgabe, Geld zu erwirtschaften und Profit zu machen. Das ist aber nicht die einzige Verantwortung, die ein Unternehmen  innehat. Wir müssen die Balance zwischen Profit und sozialer Verantwortung wieder herstellen.“ Auch 2012 wird das 4. Global Peter Drucker Forum in Wien stattfinden – von 15. bis 16. November. Der Arbeitstitel: „Kapitalismus 2.0“. (red)


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