Schöne neue vernetzte Welt

Monday, 14. November. 2011 | company&marketwatch

Global Connectedness Index: DHL hat eine länderspezifische Analyse des globalen Austauschs von Waren, Dienstleistungen, etc. veröffentlicht. Eine fortgesetzte wirtschaftliche Integration könnte das weltweite BIP-Wachstum um 5% ankurbeln.

c: wikimedia

Die Bedenken der Politik sind unangebracht, sagt Ökonom Pankaj Ghemawat.


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Honolulu. Der Logistikanbieter DHL hat jetzt den ersten DHL Global Connectedness Index (GCI) – eine detaillierte länderspezifische Analyse des globalen Austauschs von Waren, Dienstleistungen, Finanzen und Personen – veröffentlicht. Die Untersuchung ordnet 125 Länder nach Intensität und Reichweite ihrer Integration in die Weltwirtschaft und analysiert die Beziehung zwischen globaler Vernetzung und Wohlstand.

Im Rahmen der Studie wurden die Daten von zehn verschiedenen Arten internationaler Verkehrsströme aus den Kategorien Handel, Kapital, Informationen und Personen in den Jahren 2005 bis 2010 analysiert. Dabei gehen die Autoren nicht nur auf die Intensität der grenzüberschreitenden Interaktion der Länder ein, sondern auch auf ihre geografische Reichweite. Sie unterscheiden zwischen Ländern, die ein hohes Maß an weltweiter Vernetzung aufweisen, und denen, die lediglich mit einer kleinen Zahl von Partnerländern tiefgehende Verbindungen pflegen.

„Billionen von Dollar“

Die GCI-Studie wurde anlässlich der „APEC CEO Summit and Leaders‘ Week“ in Honolulu vorgestellt, einem jährlichen Gipfeltreffen, auf dem sich Staatsoberhäupter und Wirtschaftslenker treffen, um internationale Wirtschaftsfragen zu diskutieren. Ein interessantes Ergebnis: Die Studie belegt, dass die Globalisierung bei Weitem nicht so weit vorangeschritten ist, wie man glauben möchte. Und: Eine fortgesetzte wirtschaftliche Integration könnte das Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts um fünf Prozent oder mehr ankurbeln.

„Eine Verbesserung der globalen Vernetzungen wird voraussichtlich zu weiterem Wachstum führen, so- dass Billionen von Dollar zum globalen Bruttoinlandsprodukt hinzukommen“, so Pankaj Ghemawat, Professor für Global Strategy an der IESE Business School, Barcelona. Die Studie wurde im Auftrag von DHL von dem renommierten Ökonomen und Experten für internationale Wirtschaftsstrategie durchgeführt. „Die Studie beweist, dass eine vernetzte Welt im Hinblick auf globalen Wohlstand und individuelle Entwicklung eine bessere Welt ist“, so Roger Crook, CEO DHL Global Forwarding, Freight. „Durch die Erkenntnis, in welchem Maße wir tatsächlich miteinander verbunden sind, können Länder die Möglichkeiten und Kanäle bestimmen, durch die sie ihren Wohlstand erhöhen können.“

Der GCI 2011 stellt fest, dass die zehn am besten vernetzten Länder die Niederlande, Singapur, Irland, die Schweiz, Luxemburg, das Vereinigte Königreich, Schweden, Belgien, Hongkong und Malta sind. Die Niederlande belegen bei der allgemeinen Vernetzung Platz 1, Hongkong schneidet am besten im Hinblick auf die Intensität seiner internationalen Vernetzung ab und Großbritannien ist geografisch am vielfältigsten vernetzt. In der Lis-te der Top 50 ist die geografische Vielfalt noch größer. Diese Muster zeigen, so die Studienautoren, dass die Vorteile der Vernetzungen für eine Vielzahl von Ländern erreichbar sind – nicht nur für die Handelszentren, die andere Globalisierungs-Indizes anführen.

„Die Bedenken, die einige Politiker gegenüber der zunehmenden globalen Integration haben, sind unangebracht; die Vorteile überwiegen bei Weitem die möglichen Nachteile“, sagt Ghemawat. Ghemawat war bis 2008 an der Fakultät der Harvard Business School tätig, wo er der jüngste ordentliche Professor in der Geschichte dieser Hochschule war. The Economist wählte ihn 2008 als jüngsten  „Guru“ in die Liste der größten Management-Denker aller Zeiten. (sb)


www.dhl.com/gci


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