Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
mpay24
derTour.at
Sonnleithner
Hier gibt es den Wer liefert was? Suchmaschinen Ratgeber zum Download!

medianet opinion makers network
Login für registrierte Benutzer.
Nicht registrierte Kunden melden sich an und genießen folgende Vorteile:
  • Ihre Firma präsentieren
  • Abo verwalten
  • Newsletter
  • u.v.m.
Jetzt auf medianet anmelden!
medianet - APA Archiv durchsuchen

in Kooperation mit APA-defacto
medianet - the opinion makers network
Nach Firmen suchen
 
Erweiterte Firmensuche

Nach Medien suchen
 
Erweiterte Mediensuche
Alle Firmen des medianet - the opinion makers network finden Sie auch im Branchenverzeichnis

medianet ABOs und Produkte

medianet print ABOsErfahren Sie mehr in unseren gedruckten Ausgaben:
medianet Abo
Golf Week Abo
Vet Journal Abo

Abo, Zustellungs- und Adressänderungswünsche:
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können oder
Tel. 01/91920-2117 zw. 9:00 und 14:00

medianet Archiv by APA DeFacto
Join our network!
medianet Newsletter

 

boomerang - medianet partner austria yachting medianet partner

medianet PODCASTING
04.02.10

Zulieferer mit angezogener Handbremse unterwegs

"Österreichische Zulieferer sind – bis auf wenige Ausnahmen – mit einem blauen Auge durch die Krise gekommen. Da die meisten Unternehmen im internationalen Vergleich ganz gut aufgestellt sind, erwarte ich auch für heuer keine große Insolvenzwelle", sagt Rupert Petry, Managing Partner im Wiener Büro von Roland Berger © Roland Berger Strategy Consultants, alex dobias 2009
Roland Berger Studie: Dringender Konsolidierungsbedarf weltweit in der Automobilzulieferindustrie. Für die österreichischen Zulieferer ist die bevorstehende Konsolidierungswelle eine Chance für günstige Zukäufe.

Wien. Die Krise der Automobilindustrie hat auch die Zulieferer stark getroffen: Im Durchschnitt sank deren Umsatz 2009 weltweit um etwa 25%, die Rendite (EBIT vom Umsatz) von 5,7% (2007) auf rund minus 1,5% (2009). So mussten in den vergangenen zwei Jahren 340 Zulieferer Insolvenz anmelden, 75 davon alleine in Deutschland. Trotz der größten Krise in der Geschichte der Branche kommt die Konsolidierung aber nur schleppend in Gang. Seit 2007 ist die Zahl der Zusammenschlüsse und Übernahmen (M&A-Transaktionen) sogar rückläufig. Das sind die Ergebnisse der neuen Studie "Angezogene Handbremse – Die Konsolidierung in der Zulieferindustrie kommt kaum in Fahrt" von Roland Berger Strategy Consultants. Für die kapitalmäßig im internationalen Vergleich gut aufgestellten österreichischen Zulieferer ist die bevorstehende Konsolidierungswelle eine einmalige Chance zu günstigen Zukäufen. Sie können dadurch gestärkt aus der Krise gehen.

Heimische Unternehmen  mit blauem Auge durch die Krise gekommen

"Österreichische Zulieferer sind – bis auf wenige Ausnahmen – mit einem blauen Auge durch die Krise gekommen. Da die meisten Unternehmen im internationalen Vergleich ganz gut aufgestellt sind, erwarte ich auch für heuer keine große Insolvenzwelle", sagt Rupert Petry, Managing Partner im Wiener Büro von Roland Berger. Trotzdem gibt der Automotive-Experte keine Entwarnung: "Die bisherigen Maßnahmen der  Unternehmen beschränken sich meist auf operative Themen und die Sicherung des Cashflows. Notwendige Strukturmaßnahmen werden noch zu zaghaft angegangen." Petry fordert in diesem Zusammenhang vor allem die Banken auf, die Konsolidierung aktiv voranzutreiben: "Vor allem in den Märkten Mittel- und Osteuropas besteht nach wie vor großer Restrukturierungsbedarf. Geschieht hier nichts, ist die nächste Krise in zwei Jahren vorprogrammiert."

Fahrzeughersteller bremsen bei Marktkonsolidierung

"Die Fahrzeughersteller müssen jeder Transaktion im Zulieferbereich zustimmen. Aus ihrer Sicht jedoch sind viele Segmente bereits ausreichend konsolidiert", sagt Studienautor Marcus Berret. Außerdem halten sich Investoren wegen der unsicheren Entwicklung an den weltweiten Automobilmärkten weiterhin zurück. Den Zulieferern selbst fehlt es an Geld und Managementkapazitäten für Übernahmen oder Zusammenschlüsse. "Die meisten Unternehmen kämpfen gerade ums Überleben. Da stehen andere Themen im Vordergrund."

Konsolidierungsbedarf ist unterschiedlich hoch

"Die Hersteller haben in vielen Bereichen, besonders in produktorientierten Segmenten wie Bremsen oder Kolben, häufig wenig Interesse an einer weiteren Konsolidierung der Branche", erklärt Berret, "denn in nahezu allen Produktsegmenten hat sich eine vergleichbare weltweite Wettbewerbsstruktur etabliert: Der Marktführer hält einen Anteil von 30 bis 35 Prozent, die größten beiden Anbieter decken die Hälfte des Marktes ab, die Top 5 rund drei Viertel." Mit jedem Zulieferer, der aus dem Markt ausscheidet, nimmt der Wettbewerb weiter ab und die Marktmacht der verbleibenden Anbieter wächst.

Anders sieht es in den prozessorientierten Segmenten wie Leichtmetallguss oder Metallbearbeitung aus: Diese traditionell etwas renditeschwächeren Bereiche haben nach wie vor erheblichen Konsolidierungsbedarf: "Hier besetzt der Weltmarktführer meist nicht mehr als 15 Prozent des Marktes und die Top 5 der Anbieter kommen zusammen in der Regel auf weniger als die Hälfte", sagt Berret. "Hier lässt sich die Rentabilität der einzelnen Zulieferer noch erheblich steigern." Allerdings ist angesichts relativ niedriger Margen und hoher Überkapazitäten kaum ein Investor bereit, in diese Branche zu investieren. "Gerät ein Zulieferer in Not, verfolgen die Fahrzeughersteller deshalb meist die Strategie, ihn zu stützen, indem sie beispielsweise Aufträge von stabileren Zulieferern abziehen oder das Unternehmen kontrolliert abwickeln", meint der Berater.

Ausbleibende Konsolidierung drückt Rendite

Ohne die erforderliche Marktbereinigung wird sich die Renditesituation in vielen Produktsegmenten nicht nachhaltig erholen. "Die durchschnittliche Rendite (EBIT-Marge) der Zulieferer in den NAFTA-Staaten, in Europa und Japan wird wegen der Zersplitterung der Branche und des weiter steigenden Preisdrucks in den nächsten drei bis vier Jahren kaum über drei bis vier Prozent hinauskommen", so Berret. (red)