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09.02.10

Neue Kompetenzzentren für Graz

Die zur Graz AG gehörenden Grazer Verkehrsbetriebe GVB haben 2009 rund 98,9 Mio. Passagiere transportiert; das entspricht einem Plus von 3,4 Prozent ©
Graz positioniert sich mithilfe der Graz AG als Hauptstadt der erneuerbaren Energieträger. Neue Projekte: Zentren für E-Mobility und Wasser sowie eine Solargroßanlage.

Graz. Die Stadt an der Mur positioniert sich als Vorreiter in Sachen E-Mobilität: Magna, Energie ­Steiermark sowie Graz AG werden am Standort Graz ein Kompetenzzentrum für Elektromobilität bilden, wie der Autozulieferer und die Energieunternehmen kürzlich in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten. Energie Steiermark und Graz AG sind zur Gewährleistung der E-Infrastruktur mit an Bord. Mit der Graz AG teste man ins­gesamt 30 E-Fahrzeuge im Fuhrpark auf ihre Alltagstauglichkeit. Laut Magna ist auch der Testbetrieb für Elektromobilität in anderen ­europäischen Regionen geplant.

Kompetenzzentrum Wasser

Auch ein neues „Kompetenzzentrum Wasser“ ist derzeit unter der Federführung von Stadt Graz und Graz AG im Entstehen: Heute sind etwa 95% der Grazer Haushalte ans 1.301 km lange Rohrleitungsnetz der Graz AG angeschlossen; in dem neuen Kompetenzzentrum werden im Rahmen des  56 Mio. € umfassenden Investitionsprogramms der Graz AG alle Bereiche, die derzeit an verschiedenen Standorten untergebracht sind, zusammengefasst. „In das bis Sommer 2010 fertiggestellte Kompetenzzentrum werden 7,250 Millionen Euro investiert“, erläutert Graz AG-Vorstandsdirektor Wolfgang Messner. Auf einer Gesamtfläche von ca. 2.340 Quadratmetern wird ein neues Betriebsgebäude samt integriertem Neubau für das Wasserlabor entstehen.

Auf dem im Eigentum der Graz AG stehenden, an das Kompetenzzentrum angrenzenden Flächen im Wasserschongebiet ist, so Graz AG-Vorstandsdirektor Wolfgang Malik, „gemeinsam mit den Solar-Profis Solid und Ökotech“ eine solare Großanlage realisiert worden. Das 1,5 Mio. €-Projekt umfasst eine Kollektorfläche von rund 4.000 Quadratmetern mit einer Leistung von zwei Megawatt. Die gewonnene Wärme wird zur Raumheizung und Warmwasseraufbereitung der dortigen Bürogebäude und zur Einspeisung ins Fernwärmenetz verwendet.

Nagl: Solarhauptstadt Graz

Laut Bürgermeister Siegfried Nagl ist das neue Projekt in Andritz nach Mitteuropas größter Solaranlage auf dem Dach des Abfallentsorgers AEVG, den Anlagen bei der Eishalle Liebenau und in der Berliner-Ring-Siedlung „ein weiterer Schritt auf dem Weg zur ‚Solarhauptstadt Graz‘“. Die Graz AG mit ihren Unternehmensbereichen Verkehrsbetriebe, Wasser, Bestattung, Informationstechnik und Service konnte im Geschäftsjahr 2008 seine Umsatzerlöse um 5,9% von 83,5 auf rund 88,5 Mio. € steigern. Im Gesamtkonzern – Töchter und Beteiligungen – stieg der Umsatz von 159,1 Mio. € um 4,4% auf 166,2 Mio. €. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) hat sich im Vergleich zum Jahr 2007 von -9,2 Mio. € auf -6,4 Mio. € verbessert. 52,3 Mio. € sind dabei in die städtische Infrastruktur investiert worden. (red)