Nur billig zu sein, ist kein Verkaufsargument

Tuesday, 21. February. 2012 | special marketing&medien

PaperNet: Fokus und Vertrauen in österreichische Stärken und heimische Qualitätsansprüche

c: PaperNet

Kritische Worte von PaperNet-Managing Director Stephan Grötzschel.


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Wiener Neudorf. Der grafische Markt steht weiter unter Druck aufgrund der Überkapazitäten, die nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa problematisch sind. Gleiches gilt unter den Druckereien. Obwohl sich die Bereinigung im Druckereiwesen stetig fortsetzt und Druckereien schließen müssen, erhöhen sich die Kapazitäten mit jeder neu installierten Druckmaschine. Stephan Grötzschel, Managing Director PaperNet, äußert sich kritisch über die Praxis vieler Unternehmer, die in die Insolvenz gehen und sich zulasten ihrer Lieferanten entschulden. Warum diese anschließend in meist kurzer Zeit wieder
offen beliefert werden, ist nicht nur für ihn unverständlich.

Ein weiteres Phänomen, so Grötzschel, sei, dass sich die Unternehmen nur mehr um den tiefsten Preis, nicht aber um die Qualität und die Sache, das Verkaufen und Drucken, selbst kümmern. Als Managing Director setzt er daher auf eine qualifizierte Beratung und die Qualität des Produkts; nur über den Preis allein zu verkaufen, ist ihm einfach zu billig. In vielen Fällen haben sich die Unternehmer zum Low Price- und Low Interest-Anbieter entwickelt, sodass es nicht verwunderlich ist, wenn das Bedruckte immer stärker ins Ausland abwandert oder ausschließlich übers Internet gehandelt wird. Und obwohl sich viele heute gern das Mascherl der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes umbinden, hätten sie keinerlei Scheu, Aufträge nach China oder andere Länder zu vergeben, in denen Umweltschutz kein Thema ist. „Mittlerweile wird massenhaft in Asien produziert und keinen interessiert es, wie sozial und ökologisch sein Werk hergestellt wird“, so Grötzschel. Am Ende des Tages sei alles zwar super billig, dafür ökologisch betrachtet ein Disaster und auch nur eine Frage der Zeit, bis auch der Arbeitsmarkt die Folgen zu spüren bekommt. Grötzschel: „Sollten wir uns in Österreich nicht besser auf unsere Kernkompetenzen wie Qualität, Ökologie, zeitnahe Verfügbarkeit und hochqualifizierte Mitarbeiter konzentrieren, statt im Kampf um Menge und geringe Margen auf der Strecke zu bleiben?“(red)


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